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Läufige Hündin: Anzeichen, Dauer & 5 Tipps für die 3 Wochen

Deine Hündin markiert plötzlich öfter, schnüffelt aufgeregt und wirkt irgendwie anders als sonst? Das sind oft die ersten Anzeichen dafür, dass die Läufigkeit bevorsteht – eine ganz natürliche Phase, die jede unkastrierte Hündin durchläuft. Hier erfährst du, was in diesen rund drei Wochen mit deiner Hündin passiert, worauf du achten solltest und wie du sie am besten durch diese Zeit begleitest.

Das Wichtigste in Kürze

• Die Läufigkeit dauert im Schnitt 3 Wochen und tritt je nach Rasse alle 6 bis 12 Monate auf.
• Schmerzen hat deine Hündin dabei in aller Regel nicht – wohl aber hormonell bedingte Stimmungsschwankungen.
• Der Zyklus gliedert sich in 4 Phasen: Proöstrus, Östrus, Metöstrus, Anöstrus.
• Mit Leine, etwas Geduld und einem Läufigkeitshöschen kommst du entspannt durch die Zeit.

Das erwartet dich in diesem Beitrag

Ist die Läufigkeit schmerzhaft für deine Hündin?

Nein, in aller Regel nicht. Die Läufigkeit ist ein normaler, hormonell gesteuerter Vorgang. Anders als bei manchen anderen Tierarten gilt sie bei Hündinnen üblicherweise nicht als schmerzhaft. Manche Hündinnen wirken in dieser Zeit trotzdem angespannter oder ziehen sich zurück – das ist meist eher hormonelle Unruhe als körperliches Unwohlsein.

Was uns Kund:innen dazu immer wieder berichten: Hündinnen sind während der Läufigkeit oft unruhiger als sonst, und das Verhalten kann sich phasenweise stark verändern – von besonders anhänglich bis spürbar abweisend, teils sogar innerhalb weniger Tage. Das ist kein Grund zur Sorge, aber ein guter Anlass, in dieser Zeit besonders aufmerksam zu sein und deiner Hündin die Ruhe zu geben, die sie gerade braucht.

Wann zur Tierarztpraxis?

Hast du das Gefühl, dass bei deiner Hündin etwas anders verläuft als sonst – ungewöhnlich starkes Bluten, deutliches Unwohlsein oder ein Verhalten, das dir untypisch erscheint – ist eine Tierarztpraxis in der Nähe immer der sicherste Ansprechpartner, um Klarheit zu bekommen.

Was passiert bei der Läufigkeit? Die 4 Phasen einfach erklärt

Der Zyklus deiner Hündin läuft in vier Phasen ab (DocCheck Flexikon, veterinärmedizinisches Nachschlagewerk). Die eigentliche „Läufigkeit” im Alltagssprachgebrauch meint dabei vor allem die ersten beiden Phasen.

  • Proöstrus (Vorbrunst, im Schnitt rund 9 Tage, individuell auch deutlich kürzer oder länger): Die Phase beginnt mit dem ersten blutigen Ausfluss. Rüden werden bereits interessiert, deine Hündin ist aber noch nicht paarungsbereit und weist sie in der Regel ab.
  • Östrus (Standhitze, im Schnitt ebenfalls rund 9 Tage): Der Ausfluss wird heller und wässriger, deine Hündin ist jetzt fruchtbar und paarungsbereit. Sie legt Rüden gegenüber die Rute zur Seite, statt sie wegzubellen.
  • Metöstrus (Nachbrunst, mehrere Wochen): Der Ausfluss lässt nach, der Hormonspiegel normalisiert sich langsam wieder. Bei manchen Hündinnen treten in dieser Phase Anzeichen einer Scheinträchtigkeit auf.
  • Anöstrus (Ruhephase, sehr variabel je nach Hündin): Die längste Phase – dein Hundealltag läuft wieder ganz normal, bis der nächste Zyklus beginnt.

Woran erkennst du, dass deine Hündin läufig wird?

Meist kündigt sich die Läufigkeit schon einige Tage vorher an, noch bevor der erste Ausfluss sichtbar ist. Typische Anzeichen sind:

  • Häufigeres Markieren und auffällig angeregtes Schnüffeln
  • Verstärkte Körperpflege im Genitalbereich
  • Etwas weniger Gehorsam und Konzentration beim Training
  • Leichtes Anschwellen der Vulva kurz vor Beginn

Sobald der Ausfluss einsetzt, bist du im Proöstrus – jetzt heißt es: Leine dran und aufmerksam bleiben. Woran du die fruchtbare Standhitze erkennst, zeigt dir der nächste Abschnitt.

Was verändert sich während der Läufigkeit bei Verhalten und Körper?

Neben dem Ausfluss verändert sich meist auch das Verhalten deiner Hündin spürbar:

  • Der Ausfluss variiert in Menge und Farbe – je näher die Standhitze rückt, desto heller wird er meist.
  • Erhöhtes Schlafbedürfnis wechselt sich mit Phasen der Unruhe ab.
  • Manche Hündinnen werden auffällig anhänglich, andere ziehen sich eher zurück.
  • Gegenüber anderen Hündinnen kann es vereinzelt zu mehr Grummeln oder Konkurrenzverhalten kommen.

Die Standhitze selbst erkennst du daran, dass der Ausfluss heller und wässriger wird und deine Hündin auf Rüden nicht mehr abweisend reagiert, sondern die Rute seitlich zur Seite legt. Genau jetzt ist sie fruchtbar – wenn du keinen Nachwuchs willst, ist hier besondere Vorsicht gefragt.

Wie oft und wie lange ist eine Hündin läufig?

Wann die erste Läufigkeit einsetzt, hängt stark von der Größe deiner Hündin ab:

  • Kleine Rassen: meist zwischen 6 und 10 Monaten
  • Mittelgroße Rassen: meist zwischen 8 und 12 Monaten
  • Große Rassen: oft erst zwischen 11 und 20 Monaten

Die Läufigkeit selbst dauert im Schnitt rund drei Wochen, kann aber individuell etwas schwanken. Rüden zeigen oft schon vorher und noch länger danach Interesse. Auch wie häufig deine Hündin läufig wird, hängt von der Größe ab: im Schnitt zweimal im Jahr, bei kleinen Rassen teils bis zu dreimal, bei großen Rassen mit einem Zyklus von 8 bis 12 Monaten oft nur einmal.

5 Tipps für den Alltag mit deiner läufigen Hündin

Ist deine Hündin gerade läufig? Diese 5 Tipps machen den Alltag für euch beide entspannter.

In 5 Schritten entspannt durch die läufige Zeit

  1. Dokumentiere den Zyklus deiner Hündin

    Notiere dir Beginn und Dauer jeder Läufigkeit. So erkennst du mit der Zeit ein Muster und kannst die nächste Phase besser vorhersehen – praktisch für die Urlaubsplanung oder um Freund:innen mit intaktem Rüden rechtzeitig Bescheid zu geben.

  2. Besorge ein Läufigkeitshöschen und schütze deine Textilien

    Manche Hündinnen bluten stärker als andere, und nicht jede ist von Natur aus reinlich. Gewöhne deine Hündin frühzeitig an ein Läufigkeitshöschen und schütze Sofa und Schlafplatz vorsorglich mit einer zusätzlichen Decke.

  3. Sei beim Gassigehen besonders wachsam

    • Führe deine Hündin während der gesamten Läufigkeit an der Leine.
    • Gib bei Begegnungen mit Rüden sofort Bescheid.
    • Wähle wenn möglich ruhigere Zeiten oder weniger belebte Wege.
    • Lass deine Hündin nicht unbeaufsichtigt in den Garten oder frei laufen.

  4. Sei einfach für sie da

    Die Läufigkeit ist auch für deine Hündin eine ungewohnte Zeit. Biete ihr Ruhe und Nähe an, wenn sie anhänglich ist – und Rückzugsmöglichkeiten, wenn sie lieber ihre Ruhe haben möchte. Zwing sie zu nichts, beobachte einfach, was sie gerade braucht.

  5. Unterstütze die hormonelle Balance mit einer passenden Kräutermischung

    Stimmungsschwankungen, mehr Anhänglichkeit oder Unruhe sind normale Begleiter des hormonellen Ausnahmezustands. Eine Kräutermischung, die gezielt auf die Bedürfnisse intakter Hündinnen abgestimmt ist, wie unser Go Girl, kann das innere Gleichgewicht deiner Hündin in dieser Zeit begleiten. Einen Überblick über unser Sortiment für die Läufigkeit findest du in unserem Shop. Mehr zum Thema Hormonhaushalt liest du auch in unserem Beitrag CBD für den Hormonhaushalt beim Hund.

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Häufige Fragen zur Läufigkeit

Tut die Läufigkeit meiner Hündin weh?

Nein, in der Regel nicht. Die Läufigkeit ist ein normaler hormoneller Vorgang ohne Krankheitswert. Manche Hündinnen wirken unruhiger oder anhänglicher, das ist aber selten mit Schmerzen verbunden. Wirkt deine Hündin dabei deutlich unwohl oder verläuft etwas untypisch, ist eine Tierarztpraxis der sicherste Ansprechpartner.

Wie oft wird eine Hündin läufig?

Im Schnitt zweimal im Jahr (alle 6 bis 8 Monate). Kleine Rassen können bis zu dreimal jährlich läufig werden, große Rassen mit einem Zyklus von 8 bis 12 Monaten oft nur einmal.

Ab wann ist die erste Läufigkeit normal?

Bei kleinen Rassen meist zwischen 6 und 10 Monaten, bei mittelgroßen Rassen zwischen 8 und 12 Monaten, bei großen Rassen teils erst zwischen 11 und 20 Monaten.

Was ist die Standhitze?

Die Standhitze (Östrus) ist die fruchtbare Phase innerhalb der Läufigkeit. Du erkennst sie am helleren, wässrigen Ausfluss und daran, dass deine Hündin Rüden gegenüber die Rute zur Seite legt statt sie abzuweisen.

Kann sich das Verhalten meiner Hündin während der Läufigkeit stark verändern?

Ja, das berichten uns viele erfahrene Halter:innen: Manche Hündinnen wechseln innerhalb der drei Wochen zwischen sehr anhänglich und eher zurückgezogen. Das ist normal und hormonell bedingt.

Fazit: Entspannt durch die läufige Zeit

Die Läufigkeit ist für deine Hündin ein ganz natürlicher Ausnahmezustand. Mit etwas Vorbereitung, etwas Wachsamkeit beim Spaziergang und Verständnis für ihre Bedürfnisse kommt ihr gemeinsam gut durch die Zeit. Schau bei Fragen gerne in unserer nacani Facebook-Gruppe vorbei – dort tauschen sich viele Halter:innen aus.

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